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Noemi Jimenez Siegerin VP Bank Ladies Open 2018

Noemi Jimenez gewinnt das VP Bank Ladies Open

Die Spanierin Noemi Jimenez gewinnt mit Runden von 69, 69, 66 (-12) das VP Bank Ladies Open auf GC Gams-Werdenberg, ein Turnier im Rahmen der LET Access Tour. Von den 22 gestarteten Schweizerinnen übersteht einzig Vanessa Knecht den Cut (70, 74, 72, Par).

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Noemi Jimenez - winner VP Bank Ladies Open 2018

Spannend bis zum (vor)letzten Putt gestaltete sich das zur LET Access Series (LETAS) zählende VP Bank Ladies Open 2018 im GC Gams-Werdenberg. Bei perfekten äusseren Bedingungen und frühlingshaften Temperaturen hatte die Französin Ariane Provot am ersten Tag mit einer 62er-Runde (zehn unter Par – Turnierrekord) gross aufgezeigt und sich zusammen mit der Spanierin Carmen Alonso, die ihr mit einem Schlag Rückstand folgte, leicht abgesetzt. Alonso war in der Auftaktrunde das Kunststück gelungen, für die Back Nine nur gerade 28 Schläge (8 unter par) zu benötigen. In der von wechselnden Wetterverhältnissen – Wind, Wärme, Bewölkung – geprägten zweiten Runde am Samstag gab es deutliche Verschiebungen in der Rangliste und mit der Belgierin Chloe Leurquin eine neue Leaderin, die mit drei Schlägen Vorsprung auf das Verfolgerquartett in den Schlusstag starten konnte.

Einen Kampf um den Sieg lieferten sich am Sonntagnachmittag dann zwei Spanierinnen sowie eine Belgierin. Die mit Vorsprung in die Runde gestartete Chloe Leurquin konnte ihr Spiel zusammenhalten und auf den letzten Löchern sogar auf die Unterstützung ihrer Tour-Kollegin Christine Wolf (Österreich) als Caddie am Bag zählen. Dennoch glückten der Belgierin die für einen Sieg notwendigen Birdies in der Schlussrunde zu selten. Schlaggleich mit der bereits im Clubhaus wartenden Spanierin Elia Folch, und einen Schlag hinter der gross aufspielenden Noemi Jimenez Martin – auch dieses hatte die Runde schon beendet –, kam Leurquin auf den 18. Abschlag. Um ein Stechen zu erzwingen, hätte sie auf diesem kurzen Par 5 ein Birdie spielen müssen. Der zweite Schlag landete am Vorgrün, der lange Bergauf-Putt blieb aber deutlich zu kurz, so dass ein 3-Putt resultierte.

Im Clubhaus machten sich derweil bei der 24-jährigen Spanierin Noemi Jimenez Martin Erleichterung und Freude breit: Ihr erster Sieg auf der LETAS war soeben Realität geworden. 204 Schläge für drei Runden – «ich habe in drei Tagen nur ein einziges Bogey gespielt, das ist sehr bemerkenswert» – reichten zum Titel. Der Schlüssel zum Erfolg lag für die Proette aus Malaga in ihrem soliden Spiel über die gesamte Distanz: «Das lange Spiel war diese Woche überragend. Auf den ersten Neun fielen heute zwar einige Putts nicht. Dennoch wusste ich, dass ich eine Chance habe – ich bin mit zwei Birdies auf den ersten beiden Löchern ins Turnier gestartet, das war sehr positiv.» Der Erfolg kommt für die 24-Jährige nicht völlig überraschend, vor allem aber nicht unverdient: «Ich habe in den letzten Monaten wirklich hart trainiert und viel an meinem Golfspiel gearbeitet.» Die letzten beiden Löcher der Finalrunde sei sie dann aber doch sehr nervös gewesen: «Ich wusste zwar nicht, wie die Spielerinnen in den Flights vor und hinter mir scorten, aber ich realisierte, dass der Titel zum Greifen nah ist – wenn ich auf dieser Bahn ein Birdie spiele.» Der Sieg in der Ostschweiz gebe ihr Selbstvertrauen, er sei der Lohn für die Arbeit der letzten Monate. «Ich bin sehr glücklich, es ist ein grossartiges Gefühl, gewonnen zu haben.»

Zufrieden mit ihrem Spiel zeigte sich auch die einzige nach dem Cut im Feld verbliebene Schweizerin. Die Zürcher Amateurin Vanessa Knecht, die in einem Monat zur Matura antreten wird, konnte in den vergangenen Monaten nur wenig trainieren, «folglich ging ich ohne Erwartungen in dieses Turnier, nahm es Schlag für Schlag». Dennoch lief es gut, Knecht schaffte bei ihrem vierten Antreten in Gams zum ersten Mal den Cut: «Mein Eisenspiel ist gut und auch die Wedges haben funktioniert. Am Sonntag hatte ich einige Probleme beim Lesen der Grüns, war aber froh, auf die Hilfe meines Caddies zählen zu können», so Knecht nach der Finalrunde. An ihrem Bag war übrigens der ehemalige ASG-Nationalspieler und heutige Ehrenpräsident des Golfverband Liechtenstein, Carlo Rampone. Knecht, die im Herbst mit einem Golfstipendium auf eine amerikanische Universität wechseln wird, freute sich in Gams auch über den Besuch der Golf-for-Girls-Mädchen: «Mega-lässig, dass die Kleinen am Sonntag als Zuschauerinnen auf den Platz rausgekommen sind.»

Ernüchternd und enttäuschend verlief das Turnier für die weiteren 17 Schweizerinnen im Feld, die alle am Cut der Top-45 scheiterten. Besonders hart traf es Turnierbotschafterin Melanie Mätzler, der am Samstag auf Loch 1 das hohe Rough neben dem Grün zum Verhängnis geworden war und ihre Chancen zunichte gemacht hatte.

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Beitragsbild und Galerie: Noemi Jimenez, Siegerin VP Bank Ladies Open 2018 © Alex Mitrea / mitrea.ch

VP Bank Ladies Open 2018, LETAS, 40’000 Euro, Gams-Werdenberg, Par 72. Endstand nach 3 Runden: 1. Noemi Jimenez (ESP) 204 Schläge (69/69/66); 2. Elia Folch (ESP) 205 (68/70/67), Chloe Leurquin (BEL) 205 Schläge (66/68/71); 4. Lynn Carlsson (SWE) 206 (68/69/69); 5. Ariane Provot (FRA) 207 (62/75/70); 6. Emma Nilsson (SWE) 208 (68/72/68); 7. My Leander (SWE) 209 (72/67/70), Laura Fünfstück (GER) 209 (68/70/71), Johanna Gustavsson 209 (69/69/71), Carmen Alonso (ESP) 209 (63/74/72). Ferner: 11. Patricie Mackova (CZE/Am) 210 (70/69/71); 17. Christine Wolf (AUT) 212 (68/73/71); 24. Julia Unterweger (AUT/Am) 213 (67/70/76); 34. Katharina Mühlbauer (AUT/Am) 214 (68/74/72); 39. Vanessa Knecht (SWI/Am) 216 (70/74/72). Cut (144) verpasst: 56. Valeria Martinoli (SWI) 145 (75/70), Elena Moosmann (SWI/Am) 145 (72/73), Chiara Tamburlini (SWI/Am) 146 (73/73); 69. Caroline Rominger 147 (SWI) (75/72), Nadine Dreher (AUT) 147 (73/74); 74. Anastasia Mickan (GER) 148 (75/73), Luisa Dittrich (GER) 148 (78/70);  88. Lily Hürlimann (SWI/Am) 150 (75/75), Janika Rüttimann (AUT/Am) 150 (76/74); 98. Victoria Monod (SWI/Am) 151 (74/77), Natalie Armbruster (SWI/Am) 151 (74/77); 104. Eva-Maria Möhwald (SWI) 152 (74/78); 109. Melanie Mätzler (SWI) 153 (73/80), Clara Pietri (SWI) 153 (75/78); 117. Gianna Gilardi (SWI/Am) 154 (72/82); 119. Linda Henriksson (FIN/Titelverteidigerin) 155 (75/80), Nina Mühl (AUT) 155 (82/73), Anouk Casty (SWI/Am) 155 (78/77), Yael Berger (SWI/Am) 155 (76/79) ; 125. Rachel Rossel (SWI) 159 (77/82), Carolina Gonzalez Garcia (ESP/Siegerin 2016) 159  (80/79); 128. Monja Mätzler (SWI/Am) 160 (77/83), Anaïs Maggetti (SWI) 160 (80/80); 130. Eva Baraschi (SWI) 161 (78/83).

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