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Mathias Eggenberger

In kleinen Schritten Richtung European Tour

Golfprofi Mathias Eggenberger zieht kurz vor Weihnachten eine mehrheitlich positive Bilanz des abgelaufenen Jahres. Der 28-Jährige erreichte die Final Stage der Qualifying School zur European Tour, scheiterte dort aber am Cut. Für 2020 bedeutet dies eine eingeschränkte Spielberechtigung auf der Challenge Tour. Der Schaaner nähert sich seinem Ziel somit in kleinen Schritten.

Im November war der für die Schweiz spielende und in Schaan lebende Golfprofi Mathias Eggenberger seinem Ziel ganz nahe: Nur zwei Runden fehlten ihm zur Spielberechtigung für die European Tour 2020. Der liechtensteinisch-schweizerische Doppelbürger hatte sich durch die Knochenmühle Qualifying School gekämpft und sowohl in der First wie auch in der Second Stage Top-20-Klassierungen erreicht (und dabei jeweils über 130 Mitbewerber hinter sich gelassen); in der Final Stage kam nach vier weiteren Runden das Ende. Insgesamt fehlten Eggenberger bei der Final Stage 6 Schläge auf den Cut der Top-70, die in der Fole eine «volle Tourkarte» (= uneingeschränktes Startrecht) für die Challenge Tour 2020 erhalten haben und die 25 European-Tour-Karten unter sich ausmachten. «Diese volle Challenge-Tourkarte war mein Ziel gewesen. Nach drei Runden lag ich einen Schlag hinter dem Cut; in der vierten Runde habe ich alles riskiert. Leider ist es nicht aufgegangen», blickt Eggenberger zurück.

Mit etwas Abstand zum Q-School-Finale sieht die Lage doch nicht so schlecht aus: «Mein Ziel war die volle Tourkarte gewesen, jetzt habe ich immerhin eine eingeschränkte Spielberechtigung für die Challenge Tour im nächsten Jahr. Das heisst, ich komme über meine Category ins Teilnehmerfeld von mindestens zwei oder drei Turnieren. Zusammen mit den acht Wild Cards, die ich über Swiss Golf erhalte, werde ich also bei zehn oder elf Challenge-Tour-Events am Start sein.» Eggenberger kann bei seiner Saisonplanung somit einen starken Fokus auf die Challenge Tour legen. Auch, weil ihm der Turnierkalender der Alps Tour entgegenkommt: «Die Zahl der Turniere ist nicht höher als 2019 und die Turniere überschneiden sich zeitlich nicht mit jenen Challenge-Tour-Events, welche ich spielen möchte.»

Noch offen ist, ob Eggenberger Anfang 2020 eine weitere kleine Q-School in Frankreich spielen wird um sich zusätzliche Startplätze bei französischen Challenge-Tour-Events zu sichern. Im Moment liegt der Fokus aber auf dem Saisonaufbau 2020. Mathias Eggenberger arbeitet in diesen Tagen in Liechtenstein an seiner körperlichen Fitness und wird sich noch vor Weihnachten erneut mit seinem neuen Mental-Coach Mathias Berhtold treffen. Die Zusammenarbeit mit dem einstigen Profi-Weltmeister im Slalom und früheren ÖSV- sowie DSV-Cheftrainer ist in der zweiten Saisonhälfte 2019 gestartet und soll in der turnierfreien Zeit intensiviert werden.

Zudem arbeitete Eggenberger in den vergangenen Wochen mit seinem Schwungtrainer Roberto Francioni und dem Performance Manager der Swiss PGA, Stuart Morgan, daran, kleine Schwächen auszumerzen, die im Laufe der Saison 2019 aufgetaucht sind. «Ich bin golferisch noch nicht ganz dort, wo ich hin will. Die Richtung aber stimmt, die Saison war im grossen und ganzen okay», so Eggenberger. In Zahlen: Zwei vierte Plätze auf La Gomera und in den Abruzzen, ein sechster und zwölfter Rang in Ägypten sind «Eggis» Top-Ergebnisse auf der Alps Tour, dazu ein 50. Rang bei der Swiss Challenge im Frühsommer auf Golf Sempachersee und ein knapp verpasster Cut beim Omega European Masters im Herbst in Crans-sur-Sierre. «Ich habe hin und wieder das Golf gespielt, was ich spielen kann und will, aber leider bei den Turnieren nicht immer bis zum letzten Putt durchgehalten. Die Analyse hat klar gezeigt, dass vor allem das Putting im Verlauf eines Turniers schlechter wurde.» Auch diese Schwachstelle wurde bereits in Angriff genommen: Mitte Dezember weilte Eggenberger zusammen mit Morgan und fünf weiteren Swiss-Golf-Team-Mitgliedern zwei Tage in Südengland. Dort arbeitete er mit PGA Master Golf Professional Phil Kenyon, einem auf Putting spezialisierten Coach, an einer kontinuierlichen Verbesserung.

Bis zum Saisonstart Mitte Februar bleibt Mathias Eggenberger noch etwas Zeit, weiter an seinem Schwung zu schleifen und auch mental stärker zu werden. Los geht’s dann mit der «Winter Series» der Alps Tour in Ägypten – «an diese Plätze und Turniere habe ich gute Erinnerungen, was kein schlechtes Omen für die kommende Saison ist», so Eggenberger.

Nächste Turniere / Alps Tour: 19.–21. Februar, Ein Bay Open, 40’000 Euro, Sokhna GC, Suez (Ägypten); 25.–27. Februar, Red Sea Little Venice Open, 40’000 Euro, Sokhna GC, Suez (Ägypten).

Bildlegende: Die Saison 2020 im Blick: Mathias Eggenberger hat sich auf der Challenge Tour eine eingeschränkte Startberechtigung gesichert und wird weiterhin auch auf der Alps Tour anzutreffen sein. (Bild: Daniel Stauffer)