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Wie Sie mit Druck am besten umgehen

Wie Sie mit Druck am besten umgehen

Liebe Golffreundin, lieber Golffreund,

es ist wie im „normalen“ Leben. Je mehr wir uns unter Druck setzen, desto schwerer wird es unsere beste Leistung abzurufen.

Es heißt zwar, dass Druck insbesondere bei Spitzensportlern notwendig sei um die letzten Leistungsreserven aus ihnen heraus zu holen und um letztendlich zu siegen. Meine persönliche Meinung dazu ist eher das Gegenteil. Egal, ob es sich um den Gelegenheitsgolfer oder den Spitzengolfer handelt: ein Zuviel an Druck und vor allem eine zu große Erwartungshaltung blockiert eher, als sie förderlich wäre. Das kennen Sie sicher auch aus Ihrem beruflichen Kontext: Will der Chef oder der Kunde alles sofort, dann führt das eher zur Angstlähmung als zu Bestleistungen.

Ich kann mich an eine Situation in der Vergangenheit erinnern, wo die Eltern eines begnadeten Handicap-Plus-Spielers bewusst, aber noch mehr unbewusst Druck auf den Sohn ausgeübt haben und dieser dadurch trotz bester Voraussetzungen nicht in der Lage war sein wahres Potential auszuschöpfen. Dasselbe passiert uns, wenn wir in einem Turnier oder auch nur in einer Runde mit Kollegen unterwegs sind und uns zu sehr unter Druck setzen.

Wir wollen unbedingt gewinnen, einen bestimmten Score erzielen, Bogeys und vor allem Doppel-Bogeys vermeiden – und so weiter, Ihnen fällt bestimmt noch mehr ein.

Wie wir aus leidvoller Erfahrung wissen, sind solche Vorgaben, die wir uns selber setzen, schwer bis unmöglich zu erfüllen. Das Leben als Ganzes sowie auch unser geliebtes Golfspiel zeigt uns immer wieder aus das Neue, dass sich nichts erzwingen lässt. Ein ungeschriebenes Gesetz lautet, dass Druck Gegendruck erzeugt. Das Leben ebenso wie das Golfspiel zeigen uns immer wieder auf, dass Druck eher kontraproduktiv ist. Insbesondere dann, wenn wir uns mit den möglichen Konsequenzen auseinandersetzen, die ein Nichterreichen der selbst gesteckten Vorgaben beinhaltet. Und diese möglichen Konsequenzen bereiten uns in der Regel noch mehr Druck.

Wie gehen Sie jetzt am besten mit Druck um?

Zuallererst dürfen wir uns klar machen, dass in der Regel wir selbst es sind, die uns unter Druck setzen. Mit dieser Erkenntnis dürfen wir weiterhin festhalten, dass auch wir selbst es sind, die uns diesen Druck wieder nehmen können.

Sie kennen sicherlich alle einen Kelomat-Topf, auch Schnellkochtopf genannt. Auch aus diesem muss, wenn die Zeit gekommen ist, Druck abgelassen werden. Denn wenn weder Dampf noch Druck aus dem Topf entweichen, ist das Resultat ein undefinierbarer Brei ohne jeden Geschmack.

Wir für uns können Druck am besten entweichen lassen, indem wir uns auf unsere Atmung konzentrieren. Bei zu großer Anspannung ist unsere Atmung in der Regel flach und nur im oberen Bauchbereich angesiedelt. Unsere Muskeln sind angespannt und wir stehen sprichwörtlich unter Strom. Natürlich können wir uns versuchen zur Ruhe zu zwingen, aber viel besser gelingt es, wenn Sie Ihren Körper und ihre Vorstellungskraft zu Hilfe nehmen:

  1. Atmen Sie fünf- bis zehnmal tief über die Nase ein und mit langen Atemzügen über den Mund wieder aus. Am besten visualisieren Sie, dass Sie mit jedem Ausatmen Druck, Stress und mögliche Sorgen ausatmen.
  2. Vergessen Sie, was war und was kommt. Wir leben im Hier und Jetzt. Und das ist das Einzige, das Sie selbst jetzt bestimmen können. Konzentrieren Sie sich auf den Prozess, den Rhythmus im Schwung – und NICHT auf das Ergebnis.
  3. Lächeln Sie! Es ist praktisch unmöglich, wenn Sie lächeln und Freude empfinden, dass negative Gedanken aufkommen. Glauben Sie an sich und an Ihre Fähigkeiten!

Und last but not least: Es wird Ihnen auf der Golfrunde wie auch im Leben nicht immer alles gelingen. So what? Das ist Teil des Spiels und seien wir darüber froh, denn, wenn alles immer perfekt und glatt laufen läuft, verliert unser Leben viel von seinem Reiz.

Es freut mich, wenn Sie Fragen und Anregungen haben. Schreiben Sie mir einfach: office@robertnussbaumer.com

Bis demnächst!

Ein schönes Spiel und ein schönes Leben wünscht Ihnen

Ihr Robert Nussbaumer

Übrigens, dieses und weitere Themen können Sie vertiefend in meinem neuen

Buch: „Golf – Spiegel des Lebens“ lesen.

Das erste Golfbuch über mehr als Golf

„Golf – Spiegel des Lebens“ ist das neue Sachbuch von Coach und Management-Berater Robert Nussbaumer. Das Thema speist sich aus seinen jahrzehntelangen Erfahrungen als Golfspieler – und zugleich aus den Erfahrungen, die er mit Personen im betrieblichen Management, insbesondere als Vertriebstrainer und Personalberater gemacht hat. Credo des Buches: Wer sein Leben entspannt und fokussiert angeht, hat auch im Golf Erfolg – und umgekehrt.

Das Verhalten vieler Golfspieler auf dem Platz sei die logische Folge ihrer Einstellung zum Leben insgesamt, so formuliert der Autor eine zentrale Erkenntnis des Buches, die er aus der Beobachtung seiner Golfpartner gewonnen hat: Wer seinen Erfolg erzwingen wolle, der agiere verbissen, verliere seine gute Laune und letztlich auch alle Sicherheit beim Spiel. Die Ursache liege in negativen Gedankenmustern.

Entsprechend zeigt Nussbaumer in seinem Buch Lösungen auf: „Fast alle Menschen überschätzen ihre Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb kurzer Zeiträume – unterschätzen sich aber auf lange Sicht. Wer seine Ziele unverdrossen über mehrere Jahre verfolgt, kann dem Erfolg irgendwann gar nicht mehr aus dem Weg gehen“, lautet seine Empfehlung.

„Golf – Spiegel des Lebens“ ist mehr als ein Buch über die beliebteste Sportart im höheren Management. Konkrete Anweisungen für gelungene Schläge wird man vergeblich suchen. Stattdessen empfiehlt der Erfolgsautor, das Leben selbst als ein Spiel zu sehen. Das Buch überzeugt den Leser mit einer Vielzahl an konkreten Übungen und psychologischen Hilfen. Auch selbstironische Anekdoten fehlen nicht. „Jeder möchte Spaß haben und gewinnen“, so Nussbaumers zentraler Gedanke, „und das funktioniert am besten mit dem richtigen Maß an Selbstvertrauen.“