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Rachel Rossel

Rachel Rossel im Kurzinterview

Geburtsdatum: 26.01.1994
Proette seit: 2018
Grösste Erfolge als Profi:
1. Rang Swis PGA Event Leuk
1. Rang Swiss PGA Event Kandern
2. Rang Swiss PGA Matchplay Championship


Das VP Bank Ladies Open 2019 wird erstmals in einem neuen Format ausgetragen. Wie gefällt Ihnen die Formel von zwei Tagen Strokeplay und drei 9-Loch-Matchplays der Top-48 am Finaltag?

Rachel Rossel: Ich finde die neue Formel extrem spannend. Ich spiele gerne Matchplay und denke auch, dass dieses Format nicht nur für die Spielerinnen etwas Neues sein wird, sondern auch für den Zuschauer eine neue spannende Erfahrung darstellt.

Wie einfach oder schwierig ist es für Sie als Proette, nach zwei Tagen Strokeplay am Schlusstag in den Matchplay-Modus zu schalten?

Rachel Rossel: Es wird sicher speziell sein, da wir noch nie ein Turnier in diesem Modus gespielt haben. Am Schluss wird es jedoch für jede gleich sein – und es wird die Spielerin mit der besten Taktik, der nötigen Geduld und einem Quäntchen Glück das Turnier für sich entscheiden können.

Auf der LETAS und der LET sind sich sehr viele Spielerinnen freundschaftlich verbunden, man reist häufig gemeinsam und teilt sich oft auch die Unterkunft. Wie schwierig ist es da, plötzlich gegen eine Kollegin oder Freundin zu spielen?

Rachel Rossel: Grundsätzlich treten wir ja in jedem Turnier gegeneinander an. Mir wäre es aber natürlich lieber, im Matchplay nicht unbedingt gegen eine gute Freundin spielen zu müssen. (lacht) Falls dies aber doch passieren sollte, wird auch in dieser Begegnung am Ende die Bessere gewinnen.

Matchplay ist ein verhältnismässig selten gespieltes Format. Liegt Ihnen Matchplay?

Rachel Rossel: Aus Amateurzeiten weiss ich, dass ich eine respektable Matchplay-Spielerin bin. Ich denke, mir liegt dieses Format, da ich mich nicht so einfach vom Gegner ablenken lasse. Ich gehöre im Moment zu der Gruppe von Spielerinnen, deren Scores vielleicht einen bis zwei Schläge pro Runde höher sind, was im Strokeplay grössere Auswirkungen hat als im Matchplay. Im Matchplay bedeutet dies in der Regel «nur» einen Lochverlust, nicht aber gleich ein Abrutschen in der Rangliste.

Beim VP Bank Ladies Open 2019 ist nicht nur der Modus neu, auch die Preisgeldvergabe wird neu geregelt: jeweils 25 % des Preisgeldes werden am Freitag und Samstag, 50 % am Sonntag ausgespielt. Wie gefällt Ihnen diese Neuerung?

Rachel Rossel: Ich denke, die Organisatoren haben versucht, das Preisgeld so fair wie möglich zu verteilen. Das ist ihnen meiner Meinung nach auch gelungen. Ich werde am Finaltag hoffentlich in der Position sein, um von dieser Neuerung zu profitieren.

Die LETAS hat in der Schweiz Zuwachs bekommen, insgesamt stehen dieses Jahr 4 Turniere in der Schweiz auf dem Programm. Das VP Bank Ladies Open macht den Auftakt – danach folgen zwei weitere Schweiz-Turniere im Mai. Wie wichtig ist das Turnier in Gams für Sie?

Rachel Rossel: Ich freue mich wie jedes Jahr enorm auf dieses Turnier. Für uns Schweizerinnen bedeutet ein Turnier im eigenen Land zu spielen, auch immer die Möglichkeit, ein bisschen Werbung für uns selber machen zu können. Auch wenn Gams nicht mein Heimclub ist, fühle ich mich auf diesem Golfplatz jedes Jahr sehr wohl und willkommen. Die ganze Organisation macht seit Anfang an einen super Job.

Mit welchen Erwartungen und Zielen reisen Sie Anfang Mai in die Ostschweiz?

Rachel Rossel: Ich bin auf der Sunshine Ladies Tour gut in die neue Saison gestartet, darum bin ich zuversichtlich, dass ich beim VP Bank Ladies Open mein erstes Ziel, den Cut zu schaffen, erreichen werden. Ist diese Hürde genommen, ist danach mit dem neuen Format sowieso alles möglich.

Die Ladies European Tour (LET) scheint nach schwierigen Jahren 2019 nun endlich wieder zu erstarken und zu wachsen. Wie sehen Sie die Zukunft dieser Tour?

Rachel Rossel: Nach einigen bitteren Jahren sind wir froh, dass es endlich wieder aufwärts geht. Mehr und mehr Sponsoren sind wieder bereit, den Damengolfsport in Europa zu unterstützen. Wir hatten noch nie so viele Turniere auf der LETAS wie dieses Jahr. Hoffen wir, diese positive Entwicklung auch auf der LET zu sehen.

Und wo sehen Sie Ihre eigene berufliche Zukunft?

Rachel Rossel: Vorerst ist es mein Ziel hier in Europa Fuss zu fassen. Mir ist aber auch bewusst, dass die Musik im professionellen Damengolf vor allem in den USA spielt. Darum gehört es sicher zu meinen Zielen in der näheren Zukunft die Qualifying School für die LPGA zu spielen. Ich gebe mir aber die nötige Zeit dafür, und werde erst dann zur LPGA-Qualifying-School antreten, wenn ich weiss, dass ich gut genug bin um dort zu bestehen.

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