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Professioneller Umgang mit Ärger

Liebe Golfbegeisterte!

Kennen Sie das Gefühl, dass ein Ereignis Sie so richtig ärgerlich gemacht hat und es Ihnen schwerfällt diesen Ärger loszulassen?

Ich bin mir sicher, wir alle erleben solche Situationen. Sei es ein Ball der ins Out rollt, ein Flightpartner, der trotz wiederholter Bitte sein Handy nicht ausschaltet oder sonstige Ärgernisse, die unser Leben manchmal ein wenig schwerer machen. Die Frage ist: Wie können wir klug und strategisch mit diesen Ärgernissen umgehen?

Ich habe einmal gelesen, dass selbst wenige Minuten intensiver Ärger unseren Körper mit einem Übermaß des Stresshormons Kortisol „vergiftet“ – und das für Stunden. Ist das wirklich klug?

Dieses Stresshormon leistet in manchen Bereichen einen wichtigen Beitrag. Wir sollten nur überlegen, ob ein Zuviel uns nicht eher schadet als nützt. Ständig unter Strom zu stehen legt den Grundstein für diverse Autouimmunerkrankungen.

In vielen Fällen ist es mit dem Ärger auch so, dass wir aus der sprichwörtlichen Mücke den übergroßen afrikanischen Elefanten machen. Ein Ball, der einfach nur schlecht liegt, kann doch nicht die wahre Ursache für einen Wutanfall sein! Ich denke, eine solche Situation ist viel mehr der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Die wahren Ursachen liegen wahrscheinlich viel tiefer und haben sich einfach zu dem großen Ärgernis aufgebaut.

Wie wollen wir jetzt aber solche Situation bewältigen? Wie können Sie ab sofort mit solchen Ärgernissen besser umgehen?

Dazu gibt es eine ganz einfache und wirkungsvolle Übung. Diese durfte ich selbst vor vielen Jahren von meiner geschätzten und leider viel zu früh verstorbenen Kollegin Vera F. Birkenbihl lernen.

Es funktioniert wie folgt:

Wenn Sie ab jetzt in eine Situation kommen, wo Sie etwas ärgert oder auch wütend macht tun Sie folgendes:

  1. Blicken Sie auf die Uhr. Nehmen wir an, es ist jetzt 10:30.
  2. Sagen Sie am besten laut (oder denken Sie es sich zumindest): „Gut, jetzt ist es 10:30“.
  3. Dann folgern Sie: „JETZT passt es mir nicht. Es gibt einige wichtige Dinge, die gerade anstehen.

ABER: Um 21:17 werde ich mich fürchterlich über diese Situation (oder Person) ärgern!“

Klingt simpel und ist es auch. Aber es wirkt.

WARUM? Ganz einfach deshalb, weil viele Dinge in unserem Leben impulsiv geschehen. Oft verlieren wir die Kontrolle über diese Impulse und geben ihnen einfach nach. Sei es beim Ärger, sei es beim Griff zur Schokolade oder bei anderen Dingen.

Es geht hier schlicht und ergreifend darum die Kontrolle über Ihre Impulse zu bekommen. Ähnlich wie bei einem Kelomat-Topf muss der Dampf entweichen.

Wenn Sie den Dampf dadurch entweichen lassen, dass Sie einfach ausatmen und zu sich sagen: „Ich ärgere mich um 21:17“, verschieben Sie diesen Ärger auf später.

Und was wird geschehen? Zu 99,99 % werden Sie um 21:17 nicht mehr an diese Situation denken. Sie haben einfach etwas Besseres zu tun.

Ja, es stimmt, manchmal darf man seinem Ärger auch Luft machen. Sie sollten sich nur fragen, wie viel Raum Sie diesem Ärger in Ihrem Leben geben möchten und ob dieser Ihnen wirklich für eine bessere Score nützt und ein glückliches Leben ermöglicht.

Wahrscheinlich lautet die Antwort: NEIN!

Also warum etwas tun, was keinen Sinn macht?

In diesem Sinne viel Freude beim Umsetzen dieser kleinen Übung. Ich bin mir sicher, dass Sie das schaffen.

Es freut mich, wenn Sie Fragen und Anregungen haben. Schreiben Sie mir einfach: office@robertnussbaumer.com

Bis demnächst!

Ein schönes Spiel und ein schönes Leben wünscht Ihnen

Ihr Robert Nussbaumer

Übrigens, dieses und weitere Themen können Sie vertiefend in meinem neuen

Buch: „Golf – Spiegel des Lebens“ lesen.

Das erste Golfbuch über mehr als Golf

„Golf – Spiegel des Lebens“ ist das neue Sachbuch von Coach und Management-Berater Robert Nussbaumer. Das Thema speist sich aus seinen jahrzehntelangen Erfahrungen als Golfspieler – und zugleich aus den Erfahrungen, die er mit Personen im betrieblichen Management, insbesondere als Vertriebstrainer und Personalberater gemacht hat. Credo des Buches: Wer sein Leben entspannt und fokussiert angeht, hat auch im Golf Erfolg – und umgekehrt.

Das Verhalten vieler Golfspieler auf dem Platz sei die logische Folge ihrer Einstellung zum Leben insgesamt, so formuliert der Autor eine zentrale Erkenntnis des Buches, die er aus der Beobachtung seiner Golfpartner gewonnen hat: Wer seinen Erfolg erzwingen wolle, der agiere verbissen, verliere seine gute Laune und letztlich auch alle Sicherheit beim Spiel. Die Ursache liege in negativen Gedankenmustern.

Entsprechend zeigt Nussbaumer in seinem Buch Lösungen auf: „Fast alle Menschen überschätzen ihre Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb kurzer Zeiträume – unterschätzen sich aber auf lange Sicht. Wer seine Ziele unverdrossen über mehrere Jahre verfolgt, kann dem Erfolg irgendwann gar nicht mehr aus dem Weg gehen“, lautet seine Empfehlung.

„Golf – Spiegel des Lebens“ ist mehr als ein Buch über die beliebteste Sportart im höheren Management. Konkrete Anweisungen für gelungene Schläge wird man vergeblich suchen. Stattdessen empfiehlt der Erfolgsautor, das Leben selbst als ein Spiel zu sehen. Das Buch überzeugt den Leser mit einer Vielzahl an konkreten Übungen und psychologischen Hilfen. Auch selbstironische Anekdoten fehlen nicht. „Jeder möchte Spaß haben und gewinnen“, so Nussbaumers zentraler Gedanke, „und das funktioniert am besten mit dem richtigen Maß an Selbstvertrauen.“