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«In der Einsamkeit von Ojo de Agua gehören die Tage mir»

Multitalent Dieter Meier (73) hat jetzt viel mehr Zeit. Dank dem neuen Edelweiss Nonstop-Flug nach Buenos Aires, der seit dem 7. November 2018 zweimal wöchentlich startet, kann der Schweizer sich auf dem Weg in seine zweite Heimat Argentinien den Umsteige-Stress sparen. Hat er jetzt vielleicht fast ein bisschen zu viel Zeit? Der Musiker, Künstler und Unternehmer erzählt im Interview, warum er gerne mal zu viel Zeit hat und trotzdem noch gerne unterwegs ist.

In den neuen Edelweiss Werbespots sind Sie auf Ihrer Farm in Argentinien zu sehen. Sie machen den Eindruck, wirklich dort angekommen zu sein. Stimmt das?

Argentinien und meine Estancia «Ojo de Agua» sind seit zwanzig Jahren meine zweite Heimat geworden. Ich bin definitiv angekommen in Argentinien und habe tolle Leute um mich, die meine Freunde wurden. Inzwischen halte ich mich fast das halbe Jahr in Argentinien auf. Mit dem neuen Edelweiss Nonstop-Flug kann ich ohne den Umsteigestress von Zürich nach Buenos Aires fliegen und total entspannt ankommen.

Was schätzen Sie am meisten an Ihrem Leben auf dem Weingut?

Auch in Argentinien bin ich noch viel unterwegs, um mich vor Ort bei meinen Mitarbeitern zu erkundigen, wie sich die Produkte entwickeln. Das Leben eines normalen Geschäftsmannes. Zeit für mich, das habe ich eigentlich nie viel gehabt in meinem Leben. Wenn ich auf der Farm entspannen kann, geniesse ich die Tage und den Müssiggang.

Was gefällt Ihnen daran, nichts zu tun zu haben?

Ich lasse die Zeit verstreichen und gönne es mir, bei Sonnenaufgang eine Stunde lang zu überlegen, ob ich nun zuerst einen Kaffee trinken oder zuerst Spazieren gehen will. Ohne Einschränkung über meine Zeit zu verfügen, das wunderbare Nichtstun, die Leere, da muss ich mich immer wieder neu einpendeln. In der Einsamkeit von «Ojo de Agua» gehören die Tage mir, das ist für mich purer Luxus.

 

Dieter Meier

Dieter Meier

 

Wie verbringen Sie Ihre freie Zeit auf der Farm?

Erst aus dem puren Nichts und der Langeweile kann ich langsam in die Schreiberei und die Musik eintauchen. Anfang 2019 erscheint «Oskar Tiger», mein drittes Kinderbuch. Auch die Songs für meine akustische Band «Out of Chaos» entstanden wie ein Wunder in wenigen Wochen in «Ojo de Agua», sie sind mir regelrecht zugeflogen. Das kann nur dort passieren, weg von Pflichten und Verabredungen.

Was motiviert Sie dazu, noch immer neue Projekte anzugehen?

Es ergeben sich immer wieder neue Opportunitäten. Wenn ich die Gelegenheit für etwas gutes sehe, packe ich es an. Bald wird die Schokoladenfabrik nahe Zürich eröffnet und ich versuche im chinesischen Markt Fuss zu fassen. Mit den Menschen, die das zusammen mit mir entwickeln, zu wachsen und ein Optimum erreichen, ist etwas sehr wertvolles. Dank den tollen Menschen um mich rum kann ich mich immer mehr zurückziehen und mich ganz auf sie verlassen.

Wenn Sie sich für eine Sache entscheiden müssten – Weinanbau, Rinderzucht, Schokolade, Musik – welche wäre das und warum?

Ich würde mich immer für die artistischen Betätigungen und die Musik entscheiden. Meine Kinder wachsen auch immer mehr in die Richtung der Künste und ich hoffe, dass sie dort genauso viel Spass und Erfüllung finden können wie ich.

Qualität scheint eine grosse Rolle zu spielen in Ihrem Leben – in der Musik und kulinarisch – ist Qualität ist Ihr Erfolgsrezept?

Was anderes würde mich nicht interessieren, nur ein ehrliches aromatisches Produkt. Ich hätte die Sache mit der Schokolade nie gemacht, nur weil ich so ein Produkt haben wollte., sondern weil die ZHAW (Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften) Zürich ein spezielles Verfahren entwickelt hat, das verhindert, dass Aromen der Kakaobohne verloren gehen. Ich hätte das Projekt nie gestartet, wenn ich diese Branche nicht damit revolutionieren würde.

Sind Sie oft alleine auf der Farm oder haben Sie Gesellschaft?

Im kommenden Jahr wird auch meine Familie viel dort sein. Meine Tochter produziert Filme und wird mit ihrem mexikanischen Mann viel in Buenos Aires sein. Mein Sohn Francis studiert Geschichte und wird einige Auslandssemester ebenfalls in Buenos Aires verbringen.

Interview: Elisabeth Zirk

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