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Hören Sie auf zu denken!

Liebe Golffreundin, lieber Golffreund

Sie werden sich bei dieser Überschrift jetzt sicher fragen: Geht das überhaupt? Kann man das – überhaupt nicht denken? Lassen Sie mich diplomatisch antworten: JEIN!

Die Ausgangslage zeigt, dass wir mit der sogenannten Positronen-Emissions–Tomografie (PET) unter anderem Denkprozesse in unserem Gehirn messen können. Die unvorstellbare Summe von 50.000 Gedanken pro Tag durchlebt ein durchschnittlicher Mensch. Was hierbei aber noch „beeindruckender“ ist, findet sich in der Tatsache, dass die meisten dieser Gedanken negativ sind.

Und in der Regel ernten wir genau das, was wir mit unseren Gedanken säen. Es ist ähnlich wie bei Landwirten. Die wissen auch genau: um Roggen zu ernten, müssen sie auch Roggensaat ausbringen. Es wäre vermessen zu glauben, dass die Aussaat von Maissamen Roggenernte bringen kann.

Genauso verhält es sich beim Golfspiel: Wenn wir etwas anders „ernten“ wollen, müssen wir etwas anderes säen. Und dies tun wir in Form unserer Gedanken.

Das Schöne beim Golfspiel ist, dass der Ball sich nicht bewegt, sondern ruhig vor uns liegt. Das weniger Schöne beim Golfspiel ist, dass der Ball sich nicht bewegt und ruhig vor uns liegt.

Während uns bei anderen Ballsportarten – wie Fußball oder Tennis – das fliegende Element des Balles uns oft gar keine Zeit lässt, uns über die Auswirkungen unserer Handlungen lange Gedanken zu machen, sieht dies beim Golfspiel schon anders aus.

Ein einfaches Rechenbeispiel zeigt, dass wir bei einer durchschnittlichen Dauer von 4 Stunden für eine 18-Loch-Runde und bei einem angenommen Score von 90 Schlägen (Sie dürfen es gerne mit Ihrem Score rechnen) folgendes heraus kommt:

Pro Schlag inklusive der Pre-Shot-Routine – falls vorhanden – benötigen wir ca. 15 Sekunden.

90 x 15 Sekunden machen 1.350 Sekunden, das sind gerade einmal 22,5 Minuten.

Das bedeutet, dass wir bei einer Runde von 4 Stunden nur gut 20 Minuten spielen, aber etwa 3 Stunden und 40 Minuten Zeit zum Denken haben.

Wir alle wissen, dass unsere Gedanken uns oft Streiche spielen. Es ist zum Verrücktwerden: Ständig laufen im Kopfkino entweder rucklige Amateurstreifen oder gleich die schlimmsten Thriller und Horrorfilme ab, obwohl wir doch lieber Komödien oder zumindest Filme mit Happy End sehen würden. Und so denken wir zum Beispiel sorgenvoll ans Büro oder beruflichen Stress, lassen uns ablenken und gefangen nehmen. Am schlimmsten aber sind die Gedanken, die mit allen möglichen negativen Aspekten gespickt sind:

Ich liege in einem Divot, das wird nichts!

Vor mir liegt das Wasser – da habe ich zuletzt auch rein geschossen!

Ich bin 2 down! Dieses Loch muss ich gewinnen, ansonsten muss ich die Rechnung bezahlen!

Deshalb gilt es ab sofort in der Phase der Schlagvorbereitung dieses Denken abzustellen.

Diverse Untersuchungen zeigen, dass unser Unterbewusstsein uns dann am besten leiten kann, wenn wir unsere Gehirnaktivitäten herabfahren. Dies wurde an Hand von EEG-Messungen eindeutig bestätigt.

In meinem neuen Buch: „GOLF – SPIEGEL DES LEBENS“ beschreibe ich diesen Zustand als Flow.

Diesen Begriff hat der Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi bekannt gemacht. Flow bedeutet, ein beglückendes Erlebnis in tiefer mentaler Entspannung zu erfahren. Diesen Zustand beobachten wir bei Kindern, die völlig in einer Sache aufgehen und fast apathisch wirken, genauso wie bei Spitzenleistungen in anderen Bereichen.

Wie gehen wir jetzt vor? Es ist zwar nicht zu 100 Prozent möglich unser Denken einzustellen, aber wir können uns durch Konzentration und Fokus auf die Aufgabe konzentrieren. Wenn Sie über dem Ball stehen, lassen Sie alle negativen Gedanken „gehen“. Fokussieren sie sich nur auf den Ball. Alles andere wie Geräusche oder sonstige Ablenkungen nehmen Sie nicht wahr. Es bedarf ein wenig Übung um eine Art von Trancezustand zu erreichen, aber es lohnt sich.

Zur Unterstützung können Sie auch eine positive Affirmation verwenden, die Ihnen dabei hilft, ruhiger und fokussierter zu werden. Mir selbst hilft ein einfacher Satz hierzu:

„Ich bin ganz ruhig und gelassen“!

Testen Sie es doch auch einmal und scheiben Sie mir von ihren Erlebnissen!

Es freut mich, wenn Sie Fragen und Anregungen haben. Schreiben Sie mir einfach: office@robertnussbaumer.com

Bis demnächst!

Ein schönes Spiel und ein schönes Leben wünscht Ihnen

Ihr Robert Nussbaumer

Übrigens, dieses und weitere Themen können Sie vertiefend in meinem neuen

Buch: „Golf – Spiegel des Lebens“ lesen.

Das erste Golfbuch über mehr als Golf

„Golf – Spiegel des Lebens“ ist das neue Sachbuch von Coach und Management-Berater Robert Nussbaumer. Das Thema speist sich aus seinen jahrzehntelangen Erfahrungen als Golfspieler – und zugleich aus den Erfahrungen, die er mit Personen im betrieblichen Management, insbesondere als Vertriebstrainer und Personalberater gemacht hat. Credo des Buches: Wer sein Leben entspannt und fokussiert angeht, hat auch im Golf Erfolg – und umgekehrt.

Das Verhalten vieler Golfspieler auf dem Platz sei die logische Folge ihrer Einstellung zum Leben insgesamt, so formuliert der Autor eine zentrale Erkenntnis des Buches, die er aus der Beobachtung seiner Golfpartner gewonnen hat: Wer seinen Erfolg erzwingen wolle, der agiere verbissen, verliere seine gute Laune und letztlich auch alle Sicherheit beim Spiel. Die Ursache liege in negativen Gedankenmustern.

Entsprechend zeigt Nussbaumer in seinem Buch Lösungen auf: „Fast alle Menschen überschätzen ihre Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb kurzer Zeiträume – unterschätzen sich aber auf lange Sicht. Wer seine Ziele unverdrossen über mehrere Jahre verfolgt, kann dem Erfolg irgendwann gar nicht mehr aus dem Weg gehen“, lautet seine Empfehlung.

„Golf – Spiegel des Lebens“ ist mehr als ein Buch über die beliebteste Sportart im höheren Management. Konkrete Anweisungen für gelungene Schläge wird man vergeblich suchen. Stattdessen empfiehlt der Erfolgsautor, das Leben selbst als ein Spiel zu sehen. Das Buch überzeugt den Leser mit einer Vielzahl an konkreten Übungen und psychologischen Hilfen. Auch selbstironische Anekdoten fehlen nicht. „Jeder möchte Spaß haben und gewinnen“, so Nussbaumers zentraler Gedanke, „und das funktioniert am besten mit dem richtigen Maß an Selbstvertrauen.“