fbpx
Migros 728×90 2020 new member

COBRA SpeedZone Driver 2020 960×250

TOP
Caroline Rominger

Caroline Rominger im Kurzinterview

Geburtsdatum: 15.5.1983
Proette seit: 2009
Grösste Erfolge als Profi:
zweifache Schweizermeisterin in Match- und Strokeplay (8-fach inkl. Amateurzeit),
mehrfache Top-3 auf der LET Access Series,
7. Rang auf der LET in der Slowakei,
mehrfache Gewinnerin des Order of Merit der Schweiz


Das VP Bank Ladies Open 2019 wird erstmals in einem neuen Format ausgetragen. Wie gefällt Ihnen die Formel von zwei Tagen Strokeplay und drei 9-Loch-Matchplays der Top-48 am Finaltag?

Caroline Rominger: Ich bin sehr gespannt, wie das wird. Ich finde es eine tolle Idee, mal was neues auszuprobieren.

Wie einfach oder schwierig ist es für Sie als Proette, nach zwei Tagen Strokeplay am Schlusstag in den Matchplay-Modus zu schalten?

Caroline Rominger: Ich denke das macht keinen grossen Unterschied. Egal ob Stroke- oder Matchplay, am Ende geht es darum, Schlag um Schlag zu spielen und den Ball möglichst schnell ins Loch zu bekommen.

Auf der LETAS und der LET sind sich sehr viele Spielerinnen freundschaftlich verbunden, man reist häufig gemeinsam und teilt sich oft auch die Unterkunft. Wie schwierig ist es da, plötzlich gegen eine Kollegin oder Freundin zu spielen?

Caroline Rominger: Ich kann das sehr gut handhaben und gehe auch auf dem Platz freundschaftlich mit meinen Kolleginnen um. Wer ein Birdie spielt oder nicht, hat für mich nichts mit dem Gegenüber zu tun. Ich fände es schade, wenn man dem Gegenüber nicht sagen könnte: «Good Shot!»

Matchplay ist ein verhältnismässig selten gespieltes Format. Liegt Ihnen Matchplay?

Caroline Rominger: Ich mag Matchplay, auch wenn man mal ein Loch nicht so gut spielt, kann man die Partie trotzdem gewinnen. Das ist beim Strokeplay viel schwieriger. Ein weiterer Unterschied ist, dass man im Matchplay wirklich viele Birdies spielen muss – das heisst eventuell auch etwas aggressiver spielen und auf den Par-5-Löchern mit dem zweiten Schlag das Grün angreifen muss. Ich mag diese Art Golf zu spielen.

Beim VP Bank Ladies Open 2019 ist nicht nur der Modus neu, auch die Preisgeldvergabe wird neu geregelt: jeweils 25 % des Preisgeldes werden am Freitag und Samstag, 50 % am Sonntag ausgespielt. Wie gefällt Ihnen diese Neuerung?

Caroline Rominger: Ich denke, das war eine ziemlich schwierig Aufgabe, sich bei diesem neuen Turnierformat eine faire Formel für den Preisgeldschlüssel zu überlegen. Aus meiner Sicht als Spielerin ist es aber so, dass meine erste Priorität nicht auf dem Preisgeldschlüssel liegt. Wenn ich bei einem Turnier antrete, gebe ich mein Bestes und hoffe, am Schluss auf dem «Final Result Sheet» möglichst viel verdient zu haben. Wenn dann am Finaltag die Schlussrangliste mit den Preisgeldern vorliegt, schaue ich manchmal auch noch, was die Spielerinnen bekommen, die einen oder zwei Schläge mehr oder weniger als ich gebraucht haben. Und dann kommt auch mal der Gedanke «ohhh, hätte ich den Putt gemacht, hätte ich 200 Euro mehr verdient». So motiviere ich mich beim nächsten Turnier, bei jedem Schlag 200 Prozent zu geben.

Die LETAS hat in der Schweiz Zuwachs bekommen, insgesamt stehen dieses Jahr 4 Turniere in der Schweiz auf dem Programm. Das VP Bank Ladies Open macht den Auftakt – danach folgen zwei weitere Schweiz-Turniere im Mai. Wie wichtig ist das Turnier in Gams für Sie?

Caroline Rominger: Für mich sind alle Turniere, die ich spiele, wichtig. Gams ist schon fast Tradition – und ein super organisiertes Turnier. Die neuen Turniere in der Schweiz sind für uns Schweizerinnen aber auch super – ich freue mich, dieses Jahr so oft in der Nähe zu spielen. Wenn ich mit meinem Infiniti direkt zum Platz fahren kann, macht es das auch viel einfacher und etwas günstiger.

Mit welchen Erwartungen und Zielen reisen Sie Anfang Mai in die Ostschweiz?

Caroline Rominger: Es ist immer etwas schwierig einzuschätzen, wo man steht – Gams ist das zweite Turnier der LETAS-Saison 2019. Ich hoffe aber am Sonntag den Zuschauern, die hoffentlich zum Matchplay kommen, ein paar gute Birdies zeigen zu können. Im Finale dabei zu sein wäre ein Traum!

Die Ladies European Tour (LET) scheint nach schwierigen Jahren 2019 nun endlich wieder zu erstarken und zu wachsen. Wie sehen Sie die Zukunft dieser Tour?

Caroline Rominger: Es scheint, dass es etwas aufwärts geht. Was mich aber auch erstaunt, ist wie gut es der Access Series geht. Da ich auf beiden Touren spielen kann – auf der LET habe ich ein eingeschränktes Spielrecht –, habe ich dieses Jahr ein Luxusproblem, weil es sich für mich zeitlich nicht ausgehen wird, alle Turniere zu spielen, bei denen ich startberechtigt bin.

Und wo sehen Sie Ihre eigene berufliche Zukunft?

Caroline Rominger: Ich spiele sehr gerne in Europa und versuche mit den Turnieren hier Punkte für Tokio, sprich für einen Startplatz im Olympischen Golfturnier 2020, zu sammeln. Mit den vielen Events hier in Europa stehen die Chancen gut, dass das gelingt. Ein Wechsel in die USA steht für mich nicht zur Diskussion – vor allem auch aus finanziellen Gründen. Ein Jahr auf der LPGA oder auch auf einer Second-Level-Tour – über eine solche muss man sich erst für die LPGA qualifizieren – ist unglaublich teuer. Bereits die Turniergebühr liegt da bei 500 Dollar.

–> Weitere Beiträge zu Caroline Rominger