Bei Caroline Rominger nachgefragt

Caroline Rominger VP Bank Ladies Open

Was ist Ihr Ziel beim VP Bank Ladies Open 2018?

Ich möchte wieder ein so tolles Turnier erleben wie 2017. Letztes Jahr habe ich bei diesem Heimturnier erstmals den Cut geschafft und in der Finalrunde auch noch richtig gut gespielt. Ich habe das Gefühl, der Platz und ich, wir freunden uns allmählich an. Dieses Jahr kann ich erstmals mit viel Vorfreude auf den Platz nach Gams reisen.

Wie ist der Start in die neue Saison gelungen?

Ich habe bereits die zur LET zählende South African Open in Kapstadt gespielt. Mein zweites Saisonturnier war dann Anfang April in Terre Blanche – das Turnier zählt zur LET Access Series, allerdings waren knapp 50 LET-Spielerinnen am Start. Ich habe den Cut geschafft und bin eigentlich sehr zufrieden, habe mich in Frankreich von Tag zu Tag etwas wohler gefühlt. Ich schlage den Ball gut, habe mich im Winter – indoor – sehr intensiv und auch sehr gut auf die Saison vorbereitet. In Zumikon arbeite ich mit Bruno Griss zusammen; dieses Wintertraining mit ihm hat mir geholfen, «ready» zu sein, als es Anfang April losgegangen ist. Wo ich mich bis zum VP Bank Ladies Open in Gams noch verbessern muss, ist im kurzen Spiel – fleissig Chippen/Pitchen und Putten ist in den Wochen bis zum Heimturnier angesagt! Denn nur wenn die Putts fallen und man gute Up-and-Downs macht, kann man vorne mitmischen.

Wie bereiten Sie sich die nächsten Wochen bzw. Tage auf das VP Bank Ladies Open vor?

Zum Glück wird es jetzt von Tag zu Tag wärmer. Ich trainiere in Zumikon mit Bruno Griss und in Holzhäusern mit meinem Bruder Martin. Vielleicht spiele ich in der Vorbereitungsphase auch die eine oder andere Runde in Gams – man soll den Heimvorteil doch bestmöglich nutzen. Das alles aber ganz in Ruhe zbd ohne Rummel. Ausserdem war ich Anfang dieser Woche gemeinsam im Team mit Melanie Mätzler bei der Swiss PGA Team Championship in Otelfingen am Start.

Was war der grösste Erfolg Ihrer Karriere?

Sehr schwierig, einen einzigen rauszugreifen… aber dass ich im letzten Jahr wieder die Nr. 1 der Schweizer Proetten gewesen bin, hat mich sehr gefreut. Diese Platzierung konnte ich mir dank den Schweizermeister-Titeln im Strokeplay und im Matchplay sichern. Beide Swiss-PGA-Meistertitel im gleichen Jahr zu gewinnen, ist doch etwas Besonderes.

Auf welcher Tour spielen Sie aktuell?

Ich habe 2018 eine volle Spielberechtigung auf der LET Access Series.

Welches ist Ihr Lieblingsschläger?

Ich mag meinen Driver sehr gerne – als ich letzte Jahr zu Callaway gewechselt bin, habe ich einen Top-Driver gefunden, den ich nicht mehr hergeben werde. (lacht)

Was findet man neben Schlägern und Bällen noch in Ihrem Bag?

Soll ich das wirklich alles aufzählen..? (lacht) Also, fangen wir an: Taschentücher, Kaugummi, Ricola-Kräuterzucker, Focus-Wasser, Lipbalm von Estee Lauder, Sensolar Sonnenschutz, Pflaster und Tape, Handschuhe, Regenbekleidung von Kjus, Trainingsmatte zum Putten von Kramski, Tees und Marker, Autogrammkarten.

Welches ist Ihr Lieblingsgolfplatz?

Ich spiele sehr gerne auf dem Nr. 1 Golfplatz in Südafrika: The Link bei Fancourt.

Abgesehen vom Golfsport, was mögen Sie sonst noch?

Ich fahre sehr gerne Auto – das mag jetzt etwas merkwürdig oder auch lustig klingen, aber wenn ich aus dem Ausland in die Schweiz zurückkehre, dann ich kann es oft kaum erwarten, in meinen Infiniti zu steigen und zu meiner Familie ins Engadin zu fahren.

Welcher Golfer hat den schönsten Schwung?

Adam Scott.

Mit welchen Sportlern würden Sie gerne eine Runde Golf spielen?

Mit Roger Federer, Rafael Nadal und meinem Bruder Martin Rominger – das wäre sicher ein tolles Match.

Was ist Ihr bester Golf-Tipp für einen Anfänger?

Verbring so viel Zeit als möglich auf dem Putting Green.

Das Interview führte Mirjam Fassold
Bild: Alex Mitras

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