18 Schweizerinnen am LET Access-Turnier in Gams

Carolina Gonzalez Garcia

Unter den 132 Spielerinnen, die vom 4. bis 6. Mai beim VP Bank Ladies Open 2018 in der Ostschweiz um 40’000 Euro Preisgeld kämpfen, finden sich 18 Schweizerinnen, acht Österreicherinnen und drei Deutsche. Heimvorteil haben die aus der Region stammende Proette und Turnierbotschafterin Melanie Mätzler (Bad Ragaz) sowie die Amateurinnen Chiara Tamburlini (St. Gallen), Monja Mätzler (Bad Ragaz), Gianna Gilardi (Gams/Chur); auch für die Vorarlbergerinnen Julia Unterweger und Jannika Rüttimann wird’s ein «Heimspiel». Die Favoritenrolle ist trotzdem nicht eindeutig, die Zahl der Sieganwärterinnen im sehr starken Teilnehmerfeld nämlich sehr gross. Neben Titelverteidigerin Linda Henriksson hat auch die Tirolerin Christine Wolf letzte Woche mit Rang 11 auf der LET Ambitionen angemeldet. Gespannt sein darf man auf die Rückkehr von Carolina Gonzalez Garcia, die 2016 in Gams gewonnen, im Vorjahr aber gefehlt hat.

Gams, 26. April 2018 – Vom 4. bis 6. Mai findet auf dem Platz des GC Gams-Werdenberg das VP Bank Ladies Open 2018 statt. Dieses zählt zur LET Access Series (LETAS), der Second-Level-Tour im europäischen Damengolfsport. Gespielt wird bei der fünften Austragung um ein Gesamtpreisgeld von 40’000 Euro – und zum zweiten Mal mit der VP Bank als Titelsponsor. Wie in den vergangenen Jahren sind die Startplätze bei diesem einzigen professionellen Damengolfturnier der Deutschschweiz auch bei LET-Spielerinnen sehr begehrt. «Auf der Warteliste stehen 37 Namen und es sind mehr Wild-Card-Anfragen renommierter LET-Spielerinnen eingegangen als in früheren Jahren», erklärt OK-Präsident Guido Mätzler.

Siegerinnen 2017 und 2016 am Start

Das Feld beim VP Bank Ladies Open 2018 wird von Titelverteidigerin Linda Henriksson (Finnland) angeführt. «Ich freue mich riesig auf die Rückkehr nach Gams in der für mich neuen Rolle als Titelverteidigerin – und ich werde alles daran setzen, dass es eine erfolgreiche Titelverteidigung wird», erklärt die 29-Jährige. Ihr Plan ist einfach: «In Gams ist es wichtig, dass man den Ball vom Tee aufs Fairway bringt und auf den Par-5-Löchern Birdies spielen kann.» Der Platz liege ihr, sagt Henriksson, das Layout komme ihrem Spiel entgegen. Ausserdem sei in der Schweiz alles perfekt organisiert – «das mögen wir Finnen». Was sie auch mag: «Die Esel, die letztes Jahr neben Loch 8 geweidet haben», gesteht die Titelverteidigerin lachend, die den Sieg erst im Play-Off sichern konnte. Die Zweitplatzierte von 2017, Nina Pegova aus Russland, sinnt auf Revanche und ist ebenfalls gemeldet.

Noch eine ehemalige Gams-Siegerin tritt zum VP Bank Ladies Open 2018 an: Die Spanierin Carolina Gonzalez Garcia hatte 2016 in der Ostschweiz ihren ersten Profisieg gefeiert, letztes Jahr aus terminlichen Gründen aber gefehlt. Da sie nur noch unregelmässig auf der LETAS spielt, wird sie mit einer Wild Card an den Start gehen. «Ich verbinde unglaublich viele Emotionen und einzigartige Erinnerungen mit diesem Turnier. Dieses Jahr will ich die Zeit in der Schweiz und das Turnier in vollen Zügen geniessen, aber natürlich auch gut Golf spielen; ich bereite mich intensiv vor – denn Golf ist und bleibt ein wichtiger Teil meines Lebens», so Gonzalez Garcia.

132 Spielerinnen im Alter zwischen 16 und 37 Jahren sind beim diesjährigen VP Bank Ladies Open am Start. Die Golferinnen vertreten 29 Nationen – von A (wie Australien) bis W (wie Wales) ist kommende Woche die ganze Welt in der Ostschweiz zu Gast. Im Teilnehmerfeld figurieren 28 Proetten, die letzte Woche beim Lalla Meryem Cup (Ladies European Tour) in Marokko den Cut geschafft haben. Angeführt wird diese Gruppe von Lynn Carlson (Schweden/4. in Marokko), Julia Engstrom (Schweden/5.), Katja Pogacar (Slovenien/8.), Laura Fünfstück (Deutschland/8.), Noemi Jimenez Martin (Spanien/11.) und Christine Wolf (Österreich/11.).

18 Schweizerinnen – 8 Proetten, 10 Amateurinnen – im Feld

Mit Heimvorteil am Tee stehen die Schweizerinnen. Acht einheimische Proetten, die zum Teil schon einige Jahre auf der Tour spielen, sind gemeldet. Allen voran die Ragazerin Melanie Mätzler, Mitinitiantin und seit letztem Jahr auch Botschafterin des Turniers. Sie will heuer in die Top-10. 2014 hatte Mätzler bei der ersten Austragung des Turniers den siebten Rang erreicht; damals sei der Heimvorteil noch grösser gewesen, mittlerweile hätten einige Konkurrentinnen den Platz ebenfalls schon öfters gespielt, so die Turnierbotschafterin. Mit positiven Erinnerungen ans Vorjahr, als sie als beste Schweizerin Rang elf belegte, kehrt Caroline Rominger zur VP Bank Ladies Open zurück. Die Engadinerin darf auf einen geglückten Saisonstart bauen, sie hat als einzige Swiss-PGA-Proette Anfang April bei der Terre Blanche Open den Cut überstanden; diese Woche stand sie mit Spielpartnerin Melanie Mätzler bei der Swiss PGA Team Championship als Zweitplatzierte auf dem Podest.

Etwas frustrierend verlaufen ist der Saisonstart dagegen für Clara Pietri; die Romande war letzte Woche als einzige Schweizerin (mit einer Wild Card) beim Lalla Meryem Cup am Start gewesen, hatte den Cut aber deutlich verpasst. In Gams soll’s besser werden. Wie Mätzler und Rominger ebenfalls zum fünften Mal in Gams am Start ist die Tessinerin Anaïs Maggetti, die den Parcours in der Ostschweiz mag – «weil er nicht so lang ist und ich nicht von jeder Teebox den Driver schlagen muss, dafür öfters mal zu einem Holz oder langen Eisen greifen kann». Komplettiert wird die Swiss-PGA-Equipe beim diesjährigen VP Bank Ladies Open durch Valeria Martinoli, Eva-Maria Moehwald, Eva Baraschi und Neo-Proette Rachel Rossel, die 2015 (noch als Amateurin) in Gams mit Rang 15 hatte aufhorchen lassen.

Neben den acht Proetten wird die Schweiz auch zehn Amateurinnen ins Turnier schicken. Der Schweizerische Golfverband ASG nahm bei der Selektion die WAGR-Klassierung zu Hilfe: Elena Moosmann (Ennetsee), die am Wochenende die Tessiner Meisterschaft mit fünf Schlägen Vorsprung vor Yael Berger (Interlaken) gewonnen hat, führt das ASG-Sextett an. Neben Moosmann und Berger sind erneut auch Vanessa Knecht (Bubikon), Chiara Tamburlini (Niederbüren/im Tessin Fünfte), Natalie Armbruster (Schönenberg) und Victoria Monod (Domaine Impérial) selektioniert. Darüber hinaus offerieren die Veranstalter Monja Mätzler (Bad Ragaz), Anouk Casty (Breitenloo), Lily Hürlimann (St. Leon-Rot/Bad Ragaz) sowie der  Bündnerin in Gamser Diensten, Gianna Gilardi, Wild Cards für das VP Bank Ladies Open 2018.

Region steht hinter dem Turnier

Den Nachwuchsgolferinnen des Landes eine Chance zu geben war für Initiant und OK-Präsident Guido Mätzler 2014 der Hauptgrund gewesen, ein LETAS-Turnier in die Schweiz zu bringen. Mittlerweile hat sich das vom Verband Schweizerischer Sportartikel-Lieferanten SPAF organisierte Event bestens etabliert; mit der VP Bank konnte 2017 ein international erfolgreicher und regional verankerter Titelsponsor an Bord geholt werden, der die Weiterentwicklung des Turniers bis 2019 garantiert. «Die ganze Region steht hinter diesem Turnier», freut sich Mätzler. Der Schweizerische Golfverband ASG hat das Patronat inne, als Co-Sponsoren treten die Bergbahnen Flumserberg, das Grand Resort Bad Ragaz, die Casino Bad Ragaz Förderstiftung, die Malerei Hofmann in St. Gallen sowie die Ruckstuhl Garagen in Zürich auf.

Der Platz im St. Galler Rheintal ist zehn Jahre alt, gut eingewachsen und mit einem modernen Layout versehen. Die Vegetation ist aufgrund der klimatischen Bedingungen im Vergleich zu anderen Ostschweizer Plätzen um rund drei bis vier Wochen voraus.

VP Bank Ladies Open 2018, 4. bis 6. Mai 2018, GC Gams-Werdenberg, Eintritt frei.
www.spaf-golf.ch @golf_spaf

Titelbild: Siegerin 2016, Carolina Gonzalez Garcia (© Tobias Rudin)

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